Peptide gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
Geprüft am 2026-03-27. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
=== Resorptive Phase === Die Blutgerinnsel, welche die Gefäße verschließen, bestehen hauptsächlich aus Thrombozyten, die sich aufgrund ihrer Oberflächenstruktur miteinander verbinden und mit chemischen Signalen weitere Blutplättchen in den Wundbereich lotsen. Als Nächstes bildet sich ein Netz aus Fibrinfasern. Dieses bei der Gerinnselbildung initiierte Fibrinnetz ermöglicht ein Verkleben aneinanderliegender Wundränder. Klares Wundexsudat, welches im Wesentlichen aus Blutserum und Lymphe besteht, ist mit Entzündungszellen durchsetzt. Unter sauberen Verhältnissen sollte diese Phase nicht länger als ein bis drei Tage dauern. Im Verlauf dieser Phase nimmt die Zytokinese (Zellteilung) im Wundgebiet zu. Monozyten reifen in dem Wundgebiet zu Makrophagen, die Zelltrümmer und Pfropf abräumen. Fibroblasten, die sich aus eingewanderten, aber auch aus im Wundrand ortständigen Bindegewebszellen entwickeln und durch Zellteilung vermehren, vollbringen in der folgenden Phase die eigentliche Aufbauarbeit. Hierzu ist ein feuchtes Wundmilieu nötig und wird durch moderne Wundauflagen nachgebildet bzw. unterstützt.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Granulationsphase oder proliferative Phase === Von den Wundrändern aus bauen sich (induziert durch eine von Fibronektin und andere Proteasen bewirkte Fibroblastenvermehrung) Kollagenfasern entlang dem früher gebildeten Fibrinnetz auf und bilden neues Bindegewebe. Darin lagern sich weitere Zellen ein. Es entsteht körniges Granulationsgewebe, das die Wunde von unten her füllt und sich allmählich zusammenzieht. Dadurch schließt sich die Wunde weiter. Durch Proliferation (lat. für ‚Bildung, Entstehung‘) von neuem Bindegewebe wird der Wunddefekt auf diese Weise zunehmend aufgefüllt. Synonym hierfür ist: Granulationsphase. Hierfür ist das sichtbare Granulationsgewebe namensgebend (lat. Granulum = ‚Körnchen‘; das Füllgewebe sieht grob gekörnt aus). Hand in Hand mit der zellreichen Auffüllung eines Wunddefektes geht der Abbau des Fibrinnetzes (Fibrinolyse) durch Plasmin einher. Zugleich nimmt durch einsprossende Haargefäße der Gefäßreichtum (lat. Vaskularisation) zu. Die Fibroblasten produzieren hexosaminhaltige saure Muco-Polysaccharide, als Mutterboden (extrazelluläre Grundsubstanz des Bindegewebes) und über intrazelluläre Vorstufen die schließlich extrazellulären kollagenen Bindegewebsfasern. Der zeitliche Ablauf ist sehr komplex und unterliegt dem Einfluss zahlreicher Wachstumsfaktoren (Zytokine). Das Granulationsgewebe kann sich nur zeitgemäß entwickeln, wenn keine allgemeine und örtliche Mangelernährung (keine Mangeldurchblutung) und keine Stoffwechselerkrankungen das Wachstum behindern.
Quellen: de.wikipedia.org
Bei sehr kleinen Wunden kann dieses Gewebe schon nach wenigen Stunden entstehen (nach Nadelstichverletzungen innerhalb weniger Minuten). Üblicherweise setzt die Granulationsphase zwischen dem zweiten und dem vierten Tag ein und reicht bis zum 14. Tag der Wundheilung. Sie läuft über viele Tage gleichzeitig mit der nachfolgenden Wundheilungsphase ab. Etwa zwischen dem sechsten und zehnten Tag beginnt die Ausreifung der kollagenen Fasern.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Regenerationsphase, Reparationsphase oder reparative Phase === In der Regenerationsphase wird die Wunde an der Oberfläche durch Epithelisation (nach Epithel – Deckgewebe; → Epidermis) geschlossen. Der Durchmesser einer gut granulierenden Wunde schließt sich zu einem Drittel ausschließlich durch Schrumpfung, zu zwei Dritteln durch Neubildung (Zellteilung) von Oberflächenzellen und Zellwanderung auf der „Gleitbahn“ verflüssigten Fibrins vom Wundrand her zur Wundmitte. Die Voraussetzung für den komplikationslosen Ablauf der reparativen Phase ist ein ausreichend feucht-warmes Wundmilieu, das eine Einwanderung frischer Zellen begünstigt. Das Austrocknen des Wundgrundes kann Wundheilungsstörungen zur Folge haben. Das Füllbindegewebe (Granulationsgewebe) bildet zunehmend Kollagenfasern aus, womit die Wiederherstellung aller Hautschichten nahezu abgeschlossen ist. Am Schluss bildet sich auf der Wundoberfläche durch die so genannte Epithelisation eine neue Hautschicht. Als Ergebnis aller Vorgänge entsteht eine Narbe. Sie überragt die gesunde Haut zuerst und sinkt mit der Zeit durch Straffung des Bindegewebes ein. Das Narbengewebe unterscheidet sich deutlich von der umgebenden Haut, da es keine Haar- oder Schweißdrüsen und auch keine Melanocyten (Pigmentzellen) enthält. Da keine elastischen Fasern gebildet werden, verfügt das ursprünglich gefäßreiche Narbengewebe („rote Narbe“) als kapillar- und zellarmes Bindegewebe („weiße Narbe“) über keine Elastizität und ist unvermeidbar minderwertig, weswegen in der Therapieplanung eine minimale Narbe angestrebt wird.
Quellen: de.wikipedia.org
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